Aushangpflichtige Gesetze für Hotels & Hotellerie
- Keine Zahlungsdaten nötig
- Testphase endet automatisch
Hotels, Pensionen und Hostels zählen zu den Branchen mit besonders vielfältigen Aushangpflichten. Der Grund: Beherbergungsbetriebe vereinen häufig mehrere Betriebsbereiche unter einem Dach – Rezeption, Housekeeping, Küche, Restaurant, Wellnessbereich. Jeder dieser Bereiche bringt eigene arbeitsrechtliche Anforderungen mit sich.
- Rechtsgrundlage
- § 16 Abs. 1 ArbZG – seit dem 1. Januar 2025 ist die elektronische Bereitstellung ausdrücklich erlaubt.
Was der digitale Aushang hier konkret ändert.
Was in diesem Betrieb bereitstehen muss.
| Vorschrift | Warum sie gilt | Einstufung |
|---|---|---|
| ArbeitszeitgesetzArbZG | § 16 – Schichtarbeit im Hotel | Pflicht |
| GleichbehandlungsgesetzAGG | § 12 Abs. 5 – Bekanntmachungspflicht | Pflicht |
| MutterschutzgesetzMuSchG | Bei mehr als 3 regelmäßig beschäftigten Frauen | Pflicht |
| JugendarbeitsschutzgesetzJArbSchG | § 47 – Bei Auszubildenden unter 18 | Pflicht |
| Grundsätze der PräventionDGUV V1 | Pflicht für jeden Betrieb | Pflicht |
| JugendschutzgesetzJuSchG | § 3 – Physischer Aushang bei Gastronomiebetrieb | Pflicht |
| InfektionsschutzgesetzIfSG | § 43 – Belehrung Küchenpersonal | Pflicht |
| PreisangabenverordnungPAngV | § 13 Abs. 3 – Zimmerpreisverzeichnis (physisch) | Pflicht |
| EU-Lebensmittelhygiene-VerordnungVO 852/2004 | HACCP-System für Küchenbetrieb | Pflicht |
| ArbeitsstättenverordnungArbStättV | Flucht-/Rettungspläne in Gästezimmern (physisch) | Empfohlen |
Alle Gesetzestexte werden regelmäßig mit den amtlichen Quellen abgeglichen und automatisch aktualisiert.
Technisches Regelwerk als Erweiterung: Auf Wunsch ergänzen Sie den Aushang um Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR), Betriebssicherheit (TRBS) und Gefahrstoffe (TRGS) – inklusive automatischer Aktualisierung und abrufbarer PDFs. Die Regeln sind in beiden Paketen enthalten und werden nicht automatisch aktiviert: Sie wählen in der Gesetzes-Auswahl selbst, welche für Ihren Betrieb relevant sind.
Was Sie zu dieser Branche wissen sollten.
Aushangpflicht im Hotel: Was Betriebe wissen müssen
Hotels, Pensionen und Hostels zählen zu den Branchen mit besonders vielfältigen Aushangpflichten. Der Grund: Beherbergungsbetriebe vereinen häufig mehrere Betriebsbereiche unter einem Dach – Rezeption, Housekeeping, Küche, Restaurant, Wellnessbereich. Jeder dieser Bereiche bringt eigene arbeitsrechtliche Anforderungen mit sich.
Die gute Nachricht: Seit dem 1. Januar 2025 erlaubt das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV) die digitale Bereitstellung der meisten arbeitsrechtlichen Aushangpflichten. Gerade in der Hotellerie, wo Mitarbeiter im Schichtdienst arbeiten und selten gleichzeitig vor Ort sind, bietet die elektronische Lösung enorme Vorteile: Ob Frühschicht an der Rezeption oder Nachtdienst im Empfang – alle Beschäftigten können jederzeit und überall auf die relevanten Gesetze zugreifen.
Die gesetzliche Grundlage bildet § 16 Arbeitszeitgesetz (ArbZG): Jeder Arbeitgeber muss das Arbeitszeitgesetz und darauf gestützte Verordnungen zur Einsichtnahme bereitstellen. Die elektronische Bereitstellung ist ausdrücklich zulässig, sofern alle Beschäftigten über die im Betrieb übliche Informations- und Kommunikationstechnik ungehindert und dauerhaft Zugang haben.
Die wichtigsten Pflichtgesetze für Hotels im Detail
Arbeitszeitgesetz (ArbZG § 16): Im Hotelgewerbe mit seinen typischen Schicht- und Wochenenddiensten ist das ArbZG von zentraler Bedeutung. Es regelt Höchstarbeitszeiten, Ruhezeiten und Pausen. Die digitale Bereitstellung ist seit 2025 erlaubt und ideal für Teams, die im Wechselschichtbetrieb arbeiten.
Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG §§ 47, 48, 54): Hotels bilden häufig Azubis in Küche, Service und Rezeption aus. Sind Auszubildende unter 18 Jahren beschäftigt, muss das JArbSchG bereitgestellt werden – digital seit 2025 möglich.
Jugendschutzgesetz (JuSchG § 3 Abs. 1): Der Aushang des JuSchG ist nur dann Pflicht, wenn das Hotel einen Gastronomiebetrieb (Restaurant, Bar, Biergarten) führt. In diesem Fall müssen die §§ 4 bis 13 JuSchG physisch und gut sichtbar ausgehangen werden. Ein reines Bed & Breakfast ohne Gaststätte ist davon nicht betroffen.
Infektionsschutzgesetz (IfSG § 43): Alle Mitarbeiter, die in der Hotelküche oder im Frühstücksservice mit Lebensmitteln umgehen, benötigen eine Belehrung nach § 43 IfSG. Die Erstbelehrung erfolgt durch das Gesundheitsamt, Folgebelehrungen alle zwei Jahre durch den Arbeitgeber. Die Dokumentation kann digital geführt werden.
Preisangabenverordnung (PAngV § 13 Abs. 3): Hotels müssen ein Zimmerpreisverzeichnis am Empfang oder an der Rezeption physisch aushängen. Diese Pflicht kann nicht digital erfüllt werden. Zusätzlich muss ein Preisverzeichnis in jedem Zimmer ausliegen.
Mutterschutzgesetz (MuSchG § 26): Ab drei regelmäßig beschäftigten Frauen muss das MuSchG bereitgestellt werden – in der Hotellerie mit ihrem hohen Frauenanteil ist diese Schwelle schnell erreicht. Die digitale Bereitstellung ist erlaubt.
Häufige Fehler und Bußgelder in der Hotellerie
Bei Kontrollen durch Gewerbeaufsicht, Ordnungsamt oder Gesundheitsamt werden diese Verstöße in Hotels besonders häufig beanstandet:
- Veraltete Gesetzestexte: Gerade in Hotels mit mehreren Etagen und Abteilungen hängen oft noch alte Fassungen aus. Bußgeld bis 5.000 € (§ 22 Abs. 1 Nr. 8 ArbZG). Die digitale Bereitstellung löst dieses Problem – Texte werden automatisch aktualisiert.
- Fehlender Jugendschutzaushang im Restaurantbereich: Viele Hoteliers übersehen, dass der JuSchG-Aushang für den Gastronomiebetrieb Pflicht ist. Bußgeld bis 50.000 € (§ 28 JuSchG).
- Kein Zimmerpreisverzeichnis: Fehlendes oder nicht aktuelles Preisverzeichnis am Empfang oder in den Zimmern. Abmahnung oder Bußgeld durch das Ordnungsamt.
- Versäumte IfSG-Folgebelehrungen: Bei hoher Mitarbeiterfluktuation in der Küche werden Folgebelehrungen leicht vergessen. Bußgeld bis 25.000 € (§ 73 IfSG).
- Gesetze nicht für alle Schichten zugänglich: Ein Ordner im Büro des Direktors reicht nicht aus – auch die Nachtschicht muss Zugang haben. Mit einer digitalen Lösung ist der Zugang rund um die Uhr gewährleistet.
Digital vs. physisch: Was darf elektronisch bereitgestellt werden?
Seit 2025 können Hotelbetriebe den Großteil ihrer Aushangpflichten digital erfüllen. Die folgende Übersicht zeigt, welche Gesetze elektronisch bereitgestellt werden dürfen:
| Gesetz | Digital erlaubt? | Hinweis |
|---|---|---|
| ArbZG, MuSchG, AGG, JArbSchG | Ja | Elektronisch seit 2025 erlaubt |
| JuSchG (§ 3) | Nein | Nur bei Gastronomiebetrieb, physisch |
| PAngV (§ 13) | Nein | Zimmerpreisverzeichnis physisch |
| IfSG (§ 43) | Ja | Dokumentation digital möglich |
| DGUV V1, ArbSchG | Ja | Elektronisch bereitstellbar |
| Flucht-/Rettungspläne | Nein | Physisch in jedem Stockwerk |
Unsere Plattform stellt Ihnen alle digital zulässigen Gesetze elektronisch bereit – stets aktuell und für alle Schichten zugänglich. Für Gesetze mit physischer Aushangpflicht (JuSchG, PAngV) erhalten Sie druckfertige Vorlagen.
Kurz beantwortet.
Welche Gesetze müssen in Hotels ausgehängt werden?
Hotels müssen bei Gastronomie-Betrieb das Jugendschutzgesetz, Gaststättengesetz, Infektionsschutzgesetz sowie die allgemeinen Arbeitsschutzgesetze bereitstellen.
Gilt die Aushangpflicht auch für kleine Pensionen?
Ja, sobald Mitarbeiter beschäftigt werden, gelten die Aushangpflichten auch für kleine Beherbergungsbetriebe.
Wie erfülle ich die Pflicht für verschiedene Abteilungen?
Mit unserer digitalen Lösung haben alle Mitarbeiter – ob Rezeption, Housekeeping oder Küche – mobilen Zugriff auf die relevanten Gesetze.
Muss der Jugendschutzaushang in jedem Hotel hängen?
Nein, der physische Aushang des Jugendschutzgesetzes (§ 3 Abs. 1 JuSchG) ist nur dann Pflicht, wenn das Hotel einen Gastronomiebetrieb führt – also ein Restaurant, eine Bar oder einen Biergarten betreibt. Ein reines Beherbergungsunternehmen ohne Gaststätte ist davon nicht betroffen.
Können Hotels die Aushangpflicht seit 2025 komplett digital erfüllen?
Seit dem BEG IV (1. Januar 2025) dürfen die meisten arbeitsrechtlichen Aushangpflichten – darunter ArbZG, MuSchG, AGG und JArbSchG – digital bereitgestellt werden. Voraussetzung ist, dass alle Beschäftigten ungehinderten Zugang über die im Betrieb übliche IT haben. Das Zimmerpreisverzeichnis (PAngV) und ggf. der Jugendschutzaushang (JuSchG) erfordern weiterhin einen physischen Aushang.
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